Jasmina Marks
Jasmina Marks

 

Donnerstag, den 16.05.2019

 

 Um als „David-gegen-Goliath“ anzutreten erfordert es nicht allein Mut oder Stärke. Es bedarf mit all meiner Überzeugung und aus tiefstem Herzen einer Haltung, die besagt „bis hierhin und nicht weiter“! Was auch immer geschieht, ich habe mein Bestes gegen, um mir bestimmte Dinge eben nicht gefallen lassen zu müssen.

 

 Das heißt allerdings auch nicht, dass ich mit jener Selbstgefälligkeit daherkomme derentwegen ich mich auflehne! Ich tue etwas, weil es meinen moralischen Werten entspricht – und Aufstehen bei einem offensichtlichen Unrecht gehört halt dazu, egal, gegen wen oder was, wenn denn dann alle anderen Wege hartnäckig versperrt geblieben sind …

 

 Ist es nicht mit dem zu vertreten, was mich ausmacht, dann habe ich im Prinzip keine andere Wahl, als Kräfte zu mobilisieren … wo auch immer ich sie hernehmen muss!

 

Noch etwas Ergänzendes zum vorangegangenem:

„Zu vergeben“ bedeutet nicht, wiederkehrend alles Mögliche hinzunehmen, zu ertragen oder zu erdulden ohne Aussicht auf tatsächliche Veränderungen – genau das eben nicht!

Wem an mir liegt, der wird von sich aus einen Weg suchen und finden als auch einen respekt- sowie friedvollen Umgang pflegen – wenn er denn möchte. War er nicht absichtlich verletzend, hat er auch eine Chance, keine Frage!

 

 Genau das bin ich bei wirklich bösartigem Verhalten mir gegenüber halt nicht zu tun bereit und muss ich auch nicht! Ich muss es hinter mir lassen können, nichts anderes heißt in diesem Fall dann zu vergeben – um mich selbst vor dauerhaftem Schaden zu bewahren!

 

Jasmina

 

 

 

 

 

Montag, den 13.05.2019

 

 Ich habe über das Thema „Vergeben“ nachgedacht. Früher habe ich bei meinen Lesungen immer davon gesprochen, dass mir mein Weg durch das „Verzeihen“ leichter geworden ist – und dabei bleibe ich auch!

 

 Es gibt Dinge, die schmerzen wahnsinnig, die aber verzeihlich sind, weil eben jemand vielleicht aus eigener innerer Not heraus verletzte ohne sich des Schadens an sich bewusst zu sein oder aber weil er/sie es zu der Zeit nicht besser wusste. Wem aber ernsthaft an mir gelegen ist, der wird, falls es doch geschehen sein sollte ein erhebliches Interesse daran haben, dass wieder Friedlichkeit zwischen uns herrscht und je wichtiger ich ihm bin, mich dieses auch wissen lassen ... sich um mich bemühen! Ich vergebe mir nichts, wenn ich diesem Jemand auf meinem Wesen beruhend vergebe, auch ohne dass man mich darum bitten müsste – ganz besonders vor dem Hintergrund, dass auch ich nicht fehlerfrei bin oder jemals sein werde!

 

 Dann gibt es natürlich die tatsächlich Bösartigen, die in vollem Bewusstsein ihr Tun und Handeln darauf ausrichten, jemand anderes gezielt zu zerstören. Diesen vergebe ich auch, allerdings um meinetwillen! Um derentwillen wäre ein Vergeben sicherlich vergebens, da sie keinen Wert darauf legen, was ihr Handeln an sich zeigt! Damit ich aber zukünftig meinen Weg finden kann ist es mir wichtig, etwas, das mir Schaden zugefügt hat, hinter mir zu lassen. Ansonsten wird es mir nicht gelingen nach vorne zu laufen ohne Einschränkungen, bzw. emotionale Handicaps. Mit offenen Verletzungen und Kummer im Herzen weiterleben ohne daran zu arbeiten – NEIN! Gereift weiterlaufen mit der einen oder anderen verheilten Narbe – JA!

 

  Also um das Vergeben nicht vergeblich werden zu lassen und dem eigentlichen Sinn von „Vergebung“ stattzugeben, ist es in diesem Fall nicht vergebens, etwas zu vergeben – weil ich es für mich selbst tue! Ich vergebe in dem Fall dann mit Güte im Herzen Nachsicht, um loslassen zu können. Vollkommen unabhängig davon, ob das Gegenüber dieses "verdient" (zumeist nicht), doch genau das spielt für mein eigenes Verarbeiten und Reifen keine Rolle ... was der Verursacher daraus macht - unerheblich für mich ... schließlich geht es um mich!

 

 Und weil ich so bin, wie ich eben bin, bin ich vielleicht ein riesengroßer Trottel ... weil ich einfach nicht aufhöre an das Gute im Menschen zu glauben, obwohl mich das Leben schon allzu oft eines Besseren belehrt hat. Und doch werde ich meinem großen Herzen stets treu bleiben, weil ich mich fest in der Überzeugung verankert sehe, dass das Gute immer das Schlechte überdauern wird!

 

 Mag man mich nun für naiv halten oder unbelehrbar, ich bin der Sonne im Kern meines Wesens näher verbunden als allen vielleicht rachsüchtigen Gedanken des Geistes. In meinem Kopf ist kein Platz für Negativität oder Rache an sich – was damit zusammenhängt, dass man das Leben halt vorwärts laufen muss und rückwärts zu verstehen lernt.

 

 Sicher, sich Mobbing oder Missachtung der Würde, Boshaftigkeit oder was auch immer persönlichen Schaden zufügt, ausgesetzt zu sehen, kann einen auf Rachegedanken bringen. Allerdings kann ich von mir selbst sagen, dass ich in weit hinter mir liegenden Zeiten stets dann dachte, jemand möge für was auch immer „bezahlen“, wenn ich mich selbst hilf- als auch ratlos gefühlt habe – eben nicht in der Lage war, mich gegen was auch immer zur Wehr zu setzen! Mal abgesehen davon: Zwischen jemandem „etwas Schlechtes zu wünschen“ (was an sich schon bedenklich ist!) und das dann auch in die Tat umzusetzen liegen aber noch mal Welten!

 

 Ich bin so gestrickt, dass ich stets bereit bin gegen Unrecht aufzustehen, ungeachtet der Konsequenzen in Bezug auf die Kräfte, die es mich kosten wird oder könnte, wenn ich gezwungen bin, diesen Weg beharrlich und geradlinig zu verfolgen – erst recht dann, wenn ich es alleine tun muss!

 

  Es macht einen Unterschied, ob ich für Gerechtigkeit aufstehe oder auf Rache aus bin im Sinne von „dafür wirst du büßen“. Die Mittel sind andere … Rache ist ungesund und schafft ausschließlich Kummer, der mich selbst nicht befriedigen kann! Würde es mir besser gehen, wenn es endlich demjenigen schlecht geht, der alles dafür tat, dass es mir schlecht geht, wäre ich nix besser als dieser „Wer-auch-immer“ und es ginge mir vollkommen zu Recht nix besser! Sich „besser“ zu fühlen indem man jemandem etwas antut, damit es diesem anderen dreckig geht, habe dieser jemand es auch noch so verdient, emotional oder moralisch betrachtet, ist totaler Schwachsinn! Heilung kann nicht aus etwas Schlechtem erwachsen – daher der Mühe nicht wert!

 

 Um einem tatsächlichen Unrecht wie eben Mobbing oder Boshaftigkeit oder was auch immer entgegenzutreten, gibt es Möglichkeiten und Wege, die nennen sich Justiz oder eben andere übergeordnete Instanzen. Auch wenn diese Wege zweifelsohne anstrengend sind gibt es sie und Rache an sich wird damit komplett überflüssig! Wenn dann aufgrund dessen ein Unrecht Gerechtigkeit und/oder Ausgleich erfährt, ist das um so vieles wohltuender als Rache es jemals könnte … Rache macht demnach keinen Sinn - wozu also Kraft in diese Richtung verschwenden! Und selbst wenn es nicht gereicht hat, man vielleicht entgegen aller Hoffnung kein Recht bekommen haben sollte, war der Weg dennoch der richtigere – weil man sein Möglichstes getan hat, sein Bestes gab! Das Leben straft von allein, ohne dass ein Zutun nötig wäre … es hat immer alles Konsequenzen!

 

 Auf rein zwischenmenschlicher Ebene sieht das anders aus. Je näher mir wer am Herzen liegt, umso tiefer wird mich vermutlich das eine oder andere verletzen können. Aber auch hier gilt, dass ich auf der Grundlage von etwas Schmerzhaftem nichts Positives erwirken kann. Wenn ich also hier möchte, dass jemand aufhört mir wehzutun, kann ich entweder eine Kehrtwendung machen (dann liegt mir aber nicht ernsthaft an diesem Jemand), oder aber ich versuche mit entwaffnenden Mitteln wie Wohlwollen und Verständnis, mit  Geduld, Empathie und vielleicht Liebe im Herzen die Lage zu entspannen und dadurch die Weichen in eine bessere, positivere Richtung für beide zu stellen. Manchmal schafft man das, manchmal auch nicht. Wobei hier ganz klar ist, dass nicht unbedingt jeder zugefügte Schmerz aus voller Absicht geschah, sondern immer eine Geschichte hatte, in den eigenen Erfahrungen begründet ist – weshalb die Empathie von wesentlicher Bedeutung ist. Nachtragend bin ich dementsprechend auch nicht, weil meine Windschutzscheibe größer ist als mein Rückspiegel!

 

 Allerdings wäre es gefährlich dieses alles mit Naivität in Verbindung bringen zu wollen! Ich habe oft eingesteckt, manches Mal weit mehr als ich eigentlich zu verkraften glaubte und doch ist aus jedem Scherbenhaufen wieder etwas erwacht – mein Selbst aufgestanden … was auch immer mein Leuchten hat vernichten wollen ist gescheitert!

 

 Insofern habe ich auch keine Rache nötig, denn das für mich Wichtigste ist immer, mein Selbst nicht gebrochen zu sehen und dieses in mir wohnende Lächeln an andere weiterzugeben!

 

 Nenne man mich von mir aus einen „Trottel“ – steht es in diesem Fall doch dafür, niemals die Hoffnung aufzugeben und stets ein Licht im Dunkeln zu finden – für mich und auch für dich!

 

 

Jasmina

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, den 02.05.2019

 

Das Gute an Krisensituationen ist ja bekanntlich, dass, wenn man mehr als einmal in seinem Leben in die Lage gerät komplett von vorne anfangen zu müssen, unabhängig davon, ob man selbst dazu beigetragen hat, dass es so kam oder nicht, man es dann schon kennt. Und weil man weiß, dass man es bereits mehr als einmal geschafft hat (und sei es auch bisher „nur“ einmal gewesen), dann kann man sich bedingungslos auf die eigenen Kräfte verlassen!

 

Mir hilft dabei zu wissen, dass mein innerster Kern stets erhalten geblieben ist! Egal, wie sehr man mich auch seelisch in die Knie zu zwingen versucht hat, das Wichtigste von mir ist dennoch da und blieb unbeschadet. Wer auch immer glaubt, mich angehen oder attackieren zu müssen, es fügt mir Schaden zu – ja, es verletzt mich auch und ist (wie in diesem Fall) alles andere als gerechtfertigt. Ich bin ins Straucheln gekommen und war eigentlich auch überhaupt nicht der Meinung, dass ich schon wieder von vorne anfangen muss! Das stand so auch gar nicht auf meinem Plan, im Gegenteil! Aber bekanntlich macht man Pläne dieser Art in den seltensten Fällen selbst!

 

Das Bewusstsein, letztendlich über die Kraft und Stärke zu verfügen, die es bedarf um sich aufzurichten, hilft darüber hinweg und somit wird aus einem Unglück eine Herausforderung, die ich meistern kann, fest im Glauben daran verankert, was mir schon früher gelungen ist und mich daher motiviert, wenn auch widerwillig, diesen Weg ein weiteres Mal zu beschreiten!  

 

Verstehen kann man das Handeln anderer nicht immer und wenn man keinen wirklichen tiefen persönlichen Bezug zu diesen Menschen hegt, dann ist es auch nicht wichtig, den Grund zu verstehen – das „Warum“.  Auf Ursachenforschung gehe ich nur dann, wenn mir jemand ernsthaft am Herzen liegt. Bei allen anderen werde ich, wenn ich mich erholt habe, tief durchatmen und meinen Blick nach vorne richten – auf ein Neues und zwar so, dass ich tatsächlich abschließen kann und nicht mit einer schulterschweren Last weiterlaufen muss, für die ich nicht mal verantwortlich bin! Das funktioniert nämlich nicht, zumindest nicht bei mir. Ich brauche Klarheit und das Bewusstsein, alles mir Mögliche getan zu haben!

 

Immanuel Kant hat mal gesagt:

Ich kann weil ich will was ich muss!

 

Und genau so sehe ich das auch.

 

Wenn ich mich nicht unterdrücken lassen will (stillschweigend ein Unrecht erdulden oder was auch immer), muss ich aufstehen und weil ich aufstehen will, kann ich es auch!  

 

Möge der/die ein/e oder andere von Euch das ebenfalls an sich entdecken, seinen/ihren Kern vielleicht verschüttet, im Wesentlichen aber unbeschadet vorfinden, diesen freischaufeln, ihm Luft verschaffen und sich die immense Kraft desselben zunutze machen können!

 

Und das beinahe schon Fantastische daran ist:

Je öfter man in solche Situationen gerät, umso früher steht man wieder aufrecht da – weil, man kann es und man daher auch weiß, dass man es kann!

 

 

Jasmina

 

 

 

 

 

 

 

Samstag, den 20.04.2019

 

 

Frohe Ostern!

 

Die Sonne scheint, die Blumen beginnen zu blühen ...

Ich wünschen allen erholsame Tage mit ihren Lieben!

 

Herzlichst

 

Jasmina

 

 

 

 

 

Dienstag, den 16.04.2019

 

Keine Frage, es kostet Kraft. Manchmal findet man sich in Phasen seines Lebens wieder, in denen das, was man sicher wähnte, auseinanderbricht und man ist schwer damit beschäftigt, sämtliche zur Verfügung stehenden Energien zusammenzuraffen, um weiterzulaufen und nach vorne blicken zu können ...

 

Solange es nur darum geht, etwas "hinnehmen" zu müssen, ist das kein Thema. Es gibt durchaus Dinge, die muss man akzeptieren und gut und kann das auch ohne Weiteres. Wenn aber Begriffe wie "ausgeliefert" oder "hilflos ertragen" ins Spiel kommen, sieht die Welt schon anders aus - zumindest bei mir! Dann bin ich auch bereit, egal, wie viele Energien ich mobilisieren muss (zumeist aus dem Nichts heraus), aufzustehen und gegen das, was nicht in Ordnung ist, aufzubegehren mit den dazu notwendigen Mitteln.

 

Mein Bauchgefühl veranlasst mich dazu - jene Intuition, die mich schon Etliches gelehrt hat. Die wichtigste Lektion allerdings, die ich von meinem Bauch habe sozusagen, war die, ihm eindeutig vertrauen zu können!

 

Der Verstand ist, was das betrifft, in gewisser Weise hinderlich, kann er einem doch etwas vorgaukeln und Glauben machen wollen, was das Herz so gar nicht "hinnehmen" kann. Immer dann ist der Bauch Gold wert: Er kann klare Richtungen anzeigen und unterstreicht dieses mit dem Gefühl, eben das "Richtige" zu tun ...

 

Und sich gegen Unrecht einzusetzen, kann niemals falsch sein ... NÖ!

 

Jasmina

 

 

 

 

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