Jasmina Marks
Jasmina Marks

Wehre Dich ...

 

 

Ich weiß, wie sehr einen das alles mitnehmen und auch zerstören kann.

 

Als vermeintlich „schwache Person“ unter Berufung auf meine Missbrauchsvergangenheit und damit für ein ideales Opfer eingestuft, kann ich nur sagen, falsch gewählt!

 

Sicherlich habe ich mich auch über lange Zeit verhalten wie Opfer das eben tun. Sie versuchen immer wieder zu schlichten, zu deeskalieren, irgendwie sich wohlwollend und unbedingt kooperativ zu verhalten. Das alles hilft aber leider nicht dauerhaft.

 

Auf jeden Fall braucht man Hilfe als auch Beistand. Hole Dir dies bei einem Arzt Deines Vertrauens und der Zeitpunkt wird kommen, da Du auch auf rechtlichen Beistand angewiesen sein wirst. Denn gerade arbeitsrechtlich wie auch strafrechtlich kommt es auf einen fachlich kompetenten Rückhalt an, den man als Laie logischerweise nicht vorweisen kann, woher auch …

 

Zudem gibt es psychologische Anlaufstellen, googel Dich quasi durch Deine Umgebung. Häufig sind diese überlaufen und auch mit langen Wartezeiten belegt. In diesem Fall rate ich Dir, Dich trotzdem nicht davon entmutigen zu lassen, sondern vielleicht nach Selbsthilfegruppen oder ähnlichem zu suchen. Halte Dich an Freunde und Bekannte, an Menschen, die Dir Glauben schenken – denn man braucht UNBEDINGT Menschen, die zu einem halten – gerade in einer solchen Situation!

 

Es wäre auf jeden Fall falsch, sich einfach zu beugen oder geschlagen zu geben. Wenn das Selbst so infrage gestellt und dauerhaft abgewertet wird, man sich damit allein gelassen fühlt und das auch wird, dann liegt das nicht zwangsläufig an Dir und Deinem fehlerhaftem Wesen, sondern es liegt hin und wieder auch tatsächlich an anderen!

 

WER MOBBEN WILL, der tut das – ohne Zweifel, der beherrscht die Rolle des sprichwörtlichen Wolfes im Schafspelz bis zur Perfektion. Glaubt er. Zunächst ist das auch so. Nichtsdestotrotz solltest Du Dir selbst am nächsten sein und das Feld räumen, wenn es nicht anders geht.

 

Es wird einem auch geraten, sich an übergeordnete Positionen zu wenden. Normalerweise sollte Mobbing und gerade auch Bossing dringlich und zwingend unterbunden werden und zwar im Interesse aller! So etwas schafft dauerhaft nichts anderes als böses Blut und beeinträchtigt die doch eigentlich gewünschte Effektivität in höchstem Maße, was langfristig zur Folge hat, dass es eben doch früher oder später auffliegt.

 

Probleme, die man ignoriert oder missachtet und sich anzugehen weigert, lösen sich nicht von alleine urplötzlich in Luft auf.

 

Sie brodeln im Untergrund weiter und irgendwann eskalieren sie … das ist der Lauf der Dinge.

 

Aus gerade diesem Grunde bin ich persönlich stets der Meinung, man kann ein kleines Problem wesentlich leichter und mit geringerem Aufwand lösen und tue das schon, sobald es auftaucht.

 

Manchmal jedoch, wenn es eben nicht allein in meiner Hand liegt und von Menschen abhängig ist, die die „ich sehe und ich höre und ich sage nichts“-Strategie fahren, dann wächst das Problem so lange brodelnd vor sich hin, bis es zwangsläufig eines Tages Beachtung sowie eine dann zumeist radikale Lösung fordert, deren Ausmaß an folgerichtigen Konsequenzen man mit etwas mehr vorausschauendem Blick in deutlich übersichtlicherem Rahmen hätte halten können.

 

Aber das nachfolgende Sortieren und Tragen jener Konsequenzen ist dann deren Aufgabe und nicht mehr meine!

 

Der Alltag sieht jedoch wie so oft häufig anders aus. Sich mit so etwas auseinanderzusetzen bedeutet sich Komplikationen und Schwierigkeiten stellen zu müssen, bedeutet Mut als auch Durchsetzungsvermögen aufzubringen, genaueres Hinschauen und nicht blind zu vertrauen, fordert den Willen zur gerechten Klärung, zur AUFKLÄRUNG!

 

Um Hilfe bitten muss erlaubt sein. Allerdings sollte man sich, auch wenn man den Mut aufbringt und höhere innerbetriebliche Instanzen einschaltet, schon beim „um Hilfe bitten“ darüber klar sein, dass dieser nicht auch zwangsläufig Gehör geschenkt werden wird. Also nicht enttäuscht sein, wenn man auch dort auf eine Mauer des Schweigens trifft.

 

Sicherlich gibt das ein Gefühl von „es nicht verdient haben oder wert sein“. So ist es aber nicht! Deswegen musst Du noch lange nicht aufgeben, sondern steh auf für Dich selbst!

 

Wenn alles, was man versucht quasi buchstäblich vor die Wand fährt, dann bedeutet das noch lange nicht, dass es richtig ist, wie man Dich behandelt.

 

Es bedeutet lediglich, dass es Menschen gibt, die gerade nicht fähig sind, Dir zu helfen. Denen vielleicht die Hände gebunden sind oder die keine Möglichkeit sehen oder was auch immer … es liegt manchmal tatsächlich an anderen!

 

Wenn es also keinen anderen Weg mehr gibt als den, zu gehen, dann ist das so! Dann musst Du das akzeptieren, denn es lohnt sich in keinster Weise, seine Gesundheit und auch seine psychische Stabilität, das innere Gleichgewicht zu opfern für jemanden, der schlicht und ergreifend bösartig ist!

 

Es gibt böse Menschen, das ist nun mal so. Man kann sich dem nur bedingt entgegen stellen und schafft dieses häufig nur in der Gemeinschaft, denn nur zusammen ist man stark. Wenn dieser Weg ebenfalls versperrt bleibt, besinne Dich auf Dich selbst.

 

Nicht lange fackeln, nicht lange zögern oder traurig sein, nicht lange die Enttäuschung darüber, dass man auch den Kollegen nichts bedeutet hat, zumindest nicht so viel, dass sie für Dich eintreten, hinnehmen und registrieren und sich umgehend darauf konzentrieren, für bessere und erträglichere Umstände für sich selbst zu sorgen – und zwar zu Deinem eigenen Wohl!

 

Ich habe mich auch lange dagegen zu wehren versucht und wieder und wieder gedacht, das muss man doch anders lösen können – nein, manchmal gelingt das trotz bester und ehrenvollster Absicht nicht.

 

Wer darauf fokussiert ist Dich zu vernichten, der fühlt sich durch Deine standhafte Gegenwehr nur motiviert und wird äußerst erfindungsreich was Niedertracht, das Spinnen von Intrigen als auch Aufbauen von Lügengerüsten betrifft und richtet das Messer aus, in das Du unter Umständen voll reinläufst.

 

Also Obacht!!!

 

Traurig sein darf man, wenn man seine Kollegen loslassen muss, erkennen muss, dass man eben nicht als wertvoll genug betrachtet wird – aber man muss es dann hinter sich lassen und nicht diesen Schuh auch noch anziehen, er passt Dir nicht!

 

Man kann die Menschen nicht verändern. Es lohnt sich auch nicht, diesen etwas nachzutragen. Warum auch? Sie werden ihre eigenen Gründe haben, warum sie sich nicht hinter Dich stellen konnten. Nimm es als gegeben hin, ziehe Deine Konsequenzen für Dich da heraus und schaue nach vorne – für Dich!

 

Das tut weh, das weiß ich, aber Du hast schließlich ein Rückgrat, auf das Du Dich verlassen kannst – IMMER! Und nur das ist das, was am Ende zählt! Auch wenn man sich in einer solchen Situation leider fühlt, als wäre eben jenes Rückgrat irgendwo anders unterwegs als bei Dir. Dennoch ist es da und wird sich erholen, sobald Du wieder Luft kriegst und befreit bist von den täglichen Attacken!

 

Es knackt im Herzen schmerzlich, so ging es mir auch … Tränen kullern, lass sie kullern … aber dann musst Du Dich umdrehen und gehen … so ein Bruch, der die Wahrnehmung von Wertigkeiten betrifft lässt sich nicht kitten – man muss bittere Pillen schlucken und nicht kauen!

 

Hole Dir Hilfe, denn rechtlich, bzw. vor Gericht bist Du als Betroffene/r  in der Beweispflicht und das ist immer äußerst schwierig, erst recht, wenn die Kollegen sich nicht trauen. Auch das ist kein Grund, Dich selbst aufzugeben, wähle einen anderen Weg und siehe es als Chance …

 

 

Das haben mir in meiner Situation zwei mich begleitende Personen völlig unabhängig voneinander an ein und demselben Tag gesagt und ich musste nicht lange darüber nachdenken, um zustimmen zu können:

Es ist auch eine CHANCE – ohne Zweifel!

 

 

 

Viel Glück und viel Kraft wünsche ich Dir!

 

Vor allem aber wünsche ich Dir viel Erfolg beim Einstehen für Dich selbst sowie beim Treffen der Entscheidung, dass Du mehr verdienst, als das, was man Dir gibt!

 

 

 

Jasmina

 

 

 

 

 

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