Jasmina Marks
Jasmina Marks

 

 

 

 

 

 

 Vielleicht fragen Sie sich, warum ausgerechnet Sie etwas tun sollen...

 

 Warum kann nicht der andere Nachbar eingreifen, oder vielleicht die Schule oder wer auch immer – warum soll gerade ICH das tun???


 Zumal – wenn man dann die ganze Verantwortung hat und am Ende noch derjenige ist, der sich woanders eingemischt hat…vielleicht noch Ärger von dem Täter/in zu erwarten hat…. das Gerede der Leute… man derjenige ist, der gesehen wird, dass er zu so einer Beratungsstelle geht – das ist unter Umständen peinlich… man sich mit einem Thema auseinandersetzen muss, das einem Angst macht – das will man nicht… außerdem, wer sagt denn, dass denen, den man helfen soll, das überhaupt recht ist? Vielleicht WOLLEN die gar nicht, dass man sich einmischt, und fühlen sich in ihrer Privatsphäre angegriffen???

 

 


 Niemand soll oder muss sich irgendwo einschalten, wo er es nicht will!!!

 


 Wenn Sie das Gefühl haben, zum Handeln genötigt zu werden, oder sich dazu gedrängt fühlen – dann lassen Sie es sein!!!

 

 

 Wenn Sie etwas tun, dann tun Sie es ausschließlich und NUR, weil Sie es können und auch wollen – Sie dürfen sehr wohl tätig werden, wenn Sie ein Unrecht in Form von Gewalt gegen wen auch immer miterleben!!!

 

 

 


 Oftmals, und davon bin ich fest überzeugt, können sich Opfer einfach nicht klar äußern – das ist so! Ihnen fehlt ein starker Wille, um sich auszudrücken oder zu erkennen zu geben.

 

 


 Wo aber sollen sie den herhaben??? Unter Gewalteinwirkungen verliert man die Fähigkeit, für sich selbst Entscheidungen zu treffen – es gibt keinen Ausweg aus eigenem Antrieb – man ist auf das Wohlwollen der Menschen um einen herum angewiesen und vor allem darauf, dass die Umwelt sich nicht ignorant gibt!

 

 


 Wenn es Ihnen gelingt, Ihre Perspektive zu wechseln und Sie versuchen, mal mit den Augen eines Opfers zu schauen, dann spüren Sie vielleicht, wie unsagbar wichtig IHRE Hilfe sein kann!

 

 


 Wie soll man als Opfer auch wissen, dass es plötzlich jemand „gut“ mit einem meint und einem „nur“ helfen will? Woran erkennt man solche Menschen denn, wenn man es stets mit anderen zu tun hatte???

 

 


 Wenn Sie in Ihrem nahen Umfeld jemanden wissen, wo Sie das Gefühl haben, da stimmt etwas nicht, dann seien Sie besonnen und schauen mit ihrem Herzen. Versuchen Sie ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und informieren Sie sich über Hilfsmöglichkeiten, falls Sie so nicht weiterkommen. Geben Sie Halt und seien Sie da, wenn das Opfer Ihre Nähe sucht.

 

 


 Ein Anruf von Ihnen, der für Sie eine relativ kleine Handlung darstellt, kann für eine andere Person eine große Hilfe bedeuten. Indem Sie sich an entsprechend geschulte Stellen wenden, geben Sie einen Teil der Verantwortung ab an jene, die sich auskennen….

 


 Sie können und dürfen helfen, jederzeit und ohne die Rolle einer kontrollierenden Instanz einzunehmen – je menschlicher Sie sich geben, umso eher werden Sie das Vertrauen gewinnen und auch eine wirkliche Hilfe sein können.

 

 


 Bedenken Sie stets, dass jeder Mensch von seiner eigenen Geschichte geprägt wurde und deswegen anders handeln kann, als Sie es vielleicht in bestimmten Situationen tun würden – auch wenn man Verhaltensweisen nicht nachvollziehen kann, sollte man versuchen, zu respektieren, wenn ein Opfer einen langen Weg gehen muss, um sich zu befreien - wir sind dennoch alle Menschen, die ein würdiges Miteinander verdient haben.

 

 

 


 

                    Nur Mut – es lohnt sich, zu helfen!!!

 

 


 


                                Jasmina Marks

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

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© Jasmina Marks