Willkommen bei Jasmina Marks

 

 

 

 

 

Im Hinblick auf das Covid 19 Virus

 

 

Ihr Lieben,

 

ohne Zweifel ist es gerade schwer – irgendwie zumindest …

 

Einen solchen Zustand, eine solche Ausnahmesituation kenne ich nicht …

 

Ich kann mich auch nicht an etwas ähnliches erinnern und stelle fest, die innerliche Ruhe und auch Mitte zu bewahren ist nicht immer unbedingt leicht, bzw. je länger diese Lage nun andauert, auch mitunter zunehmend anstrengender. Die Straßen sind erheblich leerer, diese damit einhergehende Stille ist auf eine Art beinahe unwirklich …  Menschen schweigsamer und mit gesenktem Kopf zu erleben fast schon surreal … was tatsächlich davon profitiert ist die Natur, aufgrund der deutlich weniger verschmutzten Luft!

 

Ich nehme eine nicht greifbare kollektive Bedrückung wahr … entspanntes Lachen nur noch selten, überhaupt ein lächelndes Gesicht scheint rar geworden. Dabei ist es gerade das, wie ich finde, was auch über 2 m Abstand seine Wirkung nicht verfehlt, Mut und Hoffnung sät – vielleicht sogar Zuversicht!

 

Ehrlich gesagt, so manches Mal habe ich an mir festgestellt, dass mir die Galle überzulaufen drohte beim Anblick von Menschen mit Masken auf der Nase. Ob das nun daran liegt, dass ich es einfach nicht gewohnt bin hierzulande solchen Menschen auf der Straße oder beim Einkaufen zu begegnen oder aber ich nicht zuordnen kann, was diese Menschen zu diesem Handeln bewegt – ich weiß es nicht genau.

 

Natürlich ist mir bewusst, dass wenn ich selbst Husten oder Niesen muss, diese Maske dem Schutz anderer dienen wird. Insbesondere denke ich im Hinblick auf meinen Heuschnupfen schon jetzt daran, wie es in Kürze aussehen kann und womöglich werde ich denn selbst gezwungen sein, um andere zu behüten, mit einer solchen rumzurennen – dann werde ich das ganz sicher auch tun, keine Frage - sofern es definitiv NICHT beruflich ist! Vorzugsweise mit einer handgenähten, die sich waschen lässt und keiner medizinischen Kraft etwas nimmt. Wahrscheinlich auch schon alleine deswegen, um keine bösen Blicke zu ernten, wenn man in Serie niesen muss wegen welcher Pollen auch immer und nicht permanent damit beschäftigt sein will, sich rechtfertigen zu müssen von wegen "kein Corona, nur Heuschnupfen"!

 

Aber ohne zwingenden Grund betrachte ich das ein wenig als Panik und Hysterie, die andere massiv irritiert und verwirrt, insofern ist mir zunächst Zurückhaltung und der gebotene Abstand von 2 m wichtiger sowie das Desinfizieren oder auch gründliche Händewaschen! Denn die Maske schützt ja nicht mich vor einer Infektion, sondern die anderen ...

 

Vor zwei Wochen, als ich beruflich für die betagten Herrschaften einkaufen war, ist mir ein Mann begegnet, der eine einfache Maske trug, mich ansah, meinen Blick einzuordnen versuchte (vielleicht oder womöglich sogar ganz sicher habe ich einen Blick drauf gehabt zwischen Irritation aber auch leichter Belustigung), dann das Auto mit der Beschriftung vom Pflegedienst wahrnahm – an seiner Maske zu nesteln begann, sie unters Kinn schob und dann, kopfschüttelnd selbige komplett abnahm …

 

Dann vor wenigen Tagen sah ich im Discounter eine Dame mit Handschuhen als auch einer FFP3-Maske. Ein Grummeln im Innern konnte ich nicht leugnen. Irgendwie unterdrückte ich den dringenden Wunsch, diese Dame anzusprechen und konnte nur befremdet in eine andere Richtung schauen.

 

Einerseits dachte ich mir „HM – das medizinische Personal hat, wie wir alle wissen, deutlichen Mangel an diesen Masken. Sieht in meinen Augen blöde aus, wenn diese sich nicht ausreichend schützen können, aber im Alltag läuft Hinz und Kunz damit rum“ …

 

Möglichkeit zwei wäre, diese Person gehört der sogenannten Risikogruppe an aufgrund des Alters oder aber bestehender Vorerkrankungen – aber würde ich dann einkaufen gehen? Ließe sich dieses nicht doch irgendwie anders regeln um jene zu schützen, die sich den A…. aufreißen für alle, die der Panik erliegen, hysterisch Arztpraxen stürmen oder tatsächlich an Covid 19 erkrankte Menschen betreuen … oder jene unbedingt zu schützen versuchen, die nun auf uns angewiesen sind, wie eben halt die Senioren ...

 

Nun gut!

 

Ebenfalls bin ich innerlich in Rage, wenn ich für die Risikogruppe schon seit geraumer Zeit nicht in der Lage bin, Toilettenpapier zu besorgen … ständig auf leere Regale schaue, die gar nicht mehr aufgefüllt werden können, weil der Rolli mit der Ware den Weg bis ins Regal nicht schafft und zuvor schon abgeräumt wird ohne Rücksicht auf Erhalt der Ware, sprich da werden die Verpackungen grob aufgerissen und nach ihnen gegrabscht als gäbe es kein Morgen mehr.

 

Oder aber, wenn aufgrund der neuerlichen Einteilung an der Kasse die zweite Packung aus dem Wagen genommen wird mit dem Hinweis, dass sie dieses Mal die Ware nicht verkaufen kann, aber würde man ein weiteres Mal den Laden betreten und dann eine eigentlich zusätzliche Packung kaufen, könne sie dieses nicht verhindern.

 

Im Geiste hätte ich am liebsten … - egal!

 

Wie solidarisch wir sind und was ein jeder von uns tun kann, zeigt sich gerade in solch krisenhaften Zeiten – wissen wir auch alle, ist nix Neues!

 

Erinnern möchte ich gerade jetzt auch an die schon immer Benachteiligten unserer Gesellschaft, die Einkommensschwachen und –schwächsten, die gar nicht bunkern können und für die kaum etwas von dem bleibt, was länger hält … die gar nicht die Chance haben, sich auf eine 14tägige Quarantäne vorzubereiten, wovon denn bitte schön?! Deren Kinder eventuell in der Kita oder Schule mit einer warmen Mahlzeit versorgt gewesen wären und die nun irgendwie selbst dafür sorgen müssen. Ich weiß gut, wie das ist - wenn man einfach für das Notwendigste schon zu wenig hat und kreativ werden muss, um die Kids satt zu bekommen! Mal abgesehen davon, dass diese nun auch zu beschäftigen und zu beaufsichtigen sind ...

 

Wobei sich mir bis heute einfach nicht erschließt, warum gerade Toilettenpapier das Non plus ultra darstellt? Ich verstehe es nicht, tut mir leid – und irgendwie tut es mir auch nicht leid, sondern lockt ein intensives Kopfschütteln hervor beim Anblick dieser leeren Regale …

 

 

Ich respektiere, dass Menschen mit Ungewissheiten solchen Ausmaßes ihre Probleme haben und einen Weg suchen, der etwas kompensieren kann.

 

Ich respektiere ebenfalls, ohne Frage, dass Menschen sich ohnmächtig fühlen ob der Tatsache, dass etwas Unsichtbares wie ein Virus in einer solch geistig nicht zu erfassenden Macht bedingungslos Leben auslöscht!

 

Ich respektiere ganz sicher, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss, in dieser Lage eben nicht den Kopf zu verlieren!

 

Was mir Probleme macht, ist die Unsolidarität - nicht die Ruhe und Einsicht zu haben, dass es neben mir noch andere gibt, die einen grundlegenden Bedarf haben und selbigen stillen können müssen ... ein unantastbares Anrecht darauf haben wie du selbst auch ... wenn man es genau nimmt! Niemand redet von Kaviar oder Champagner, sondern von dem, was wir fürs alltägliche Leben brauchen wie Nudeln, Reis und eben auch Toilettenpapier!

 

Stattdessen der egoistische Gedanke oder auch Gleichgültigkeit bezüglich der Nächsten ausgelebt wird ...

 

Dummerweise ist, wie es scheint, gerade meine Generation diejenige, welche damit so ihre Probleme hat – die finanzkräftig genug ist, um zu Hamstern. Die noch niemals zuvor Notlagen in größerem Ausmaß erfahren hat und deshalb nicht ruhig bleiben kann. Nichts ist bedrohlicher als Hilflosigkeit und nichts erbärmlicher, als wenn man mit Problemen nicht umzugehen weiß, nicht in der Lage ist, Haltung zu wahren!

 

Die Älteren haben teilweise noch das Ende der Kriegszeit mitgemacht. Sie sind sich bewusst darüber, dass man schwere Zeiten überstehen kann – sie haben interessanterweise zuweilen eine völlig andere Umgangsweise mit der aktuellen Lage. Es werden auch wieder bessere Zeiten kommen, ganz sicher - wenn wir uns jetzt dran halten!

 

Dann kommen noch die jungen Menschen, die aufgrund ihrer Jugend noch gelassener sein können und insgesamt womöglich unbedarfter an die Sache rangehen. Das eine oder andere sicherlich doof finden grade, wie sich nicht treffen können, aber es ist vorübergehend. Mithilfe der heute allgegenwärtigen Smartphones und bestimmten Apps, kann man sogar zu mehreren zeitgleich kommunizieren - kein Ding!

 

Was mich ärgert sind jene Vollpfosten (in allen Altersklassen allerdings), die respektlos sämtliche Rahmen der Etikette und auch des normalen Denkvermögens hinfällig werden lassen. Sich ungeachtet der Regeln zusammenrotten und sich denken, was interessiert es mich! Die beispielsweise die geklebten Abstandshalter an der Kasse nicht akzeptieren oder auch so eine innere Einstellung nach außen tragen, von wegen "nach mir die Sintflut, hauptsache mir geht es gut!" Das sind ausnahmslos jene, die empfindliche Sanktionen brauchen – die eine gravierende Maßregelung fordern und bekommen müssen!

 

Ob es nun für mich ein Segen ist, nicht von Zuhause arbeiten zu dürfen/ zu können oder aber andererseits ein Fluch, gerade tagtäglich für die Senioren und insbesondere zu deren Wohl alles Erdenkliche zu tun und dieses aus tiefstem Herzen mit dem größtmöglichen Verantwortungsgefühl, habe ich für mich noch nicht entschieden… Das Gefühl, die mir lieb gewordenen Seelen unbedingt vor einer Ansteckung bewahren zu wollen und zeitgleich dem Gefühl zu erliegen, dieses unsichtbare Virus vielleicht doch zu übertragen, obwohl ich mich selbst gesund fühle, ist durchaus sehr anstrengend auszuhalten. Ein Mundschutz bietet hier eine gewisse Form von Beruhigung, allerdings nicht umfassend - das muss ich einräumen!

 

Nichtsdestotrotz liebe ich meine Arbeit sehr und werde alles geben, um die zu bewahren, für deren Wohlergehen ich in gewisser Weise mit verantwortlich bin - mehr noch, die auf uns angewiesen sind und uns gerade jetzt brauchen, indem wir ihnen abnehmen, sich ins Getümmel stürzen zu müssen! Allerdings hat das auch zur Folge, dass diese sich sehr einschränken müssen, weil sämtliche Aktivitäten schon seit geraumer Zeit gestrichen sind, es unfassbar langweilig wird, wenn man so gar nichts tun kann und ausschließlich mit sich selbst auskommen muss. Diejenigen, welche geistig noch in der Lage sind, die aktuelle Situation zu erfassen, tragen es mit beeindruckender Gelassenheit - Hut ab! Die anderen brauchen Beistand, so gut es geht.

 

 

Bis dahin gebe ich mein Bestes, mich gegen die emotionale Ohnmacht zu stellen, in meiner inneren Mitte zu verweilen, all denjenigen, die mir am Herzen liegen das Allerbeste und damit Gesundheit zu wünschen, aber auch unerlässliche Obacht und Nächstenliebe an den Tag zu legen im Hinblick auf alle, die uns gerade zwingend brauchen!

 

Wie wichtig der Klang der Stimme desjenigen ist, der einem lieb und wichtig ist, wird gerade in diesen Zeiten deutlich, wie ich finde. Wenn man sich nicht so oft sehen kann, dann tut es einfach unendlich gut, die Stimme zu hören – jene menschliche Stimme, die technisch durch Nichts zu ersetzen ist.

 

Die Zeit für „jeder ist sich selbst der Nächste“ oder „allen das Beste, mir das Meiste“ ist gerade sowas von abgelaufen … denn jeder von uns hat Menschen, die er liebt und deren Tod ihn treffen würde!

 

 

Also, bleibt Zuhause – ruft an, sprecht via Internet oder sonst wie miteinander – bleibt gesund, bleibt achtsam, passt auf Euch auf und helft denen, die ohne Euch hilflos wären!

 

Mit der Sonne im Herzen weiterlaufen, gerade jetzt umso wichtiger geworden! Wie gesagt, ein aufrichtiges Lächeln gelingt durchaus ohne Probleme über 2 m Abstand hinweg und kann so viel bewirken!

 

 

 

Von Herzen

 

Jasmina

 

 

26.03.2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

        

 

 

 

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(Henri Nannen)

 

 

 

 

 

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Jasmina Marks